Packungsjahr und Nikotinsucht

Das sogenannte Packungsjahr beschreibt die Dosis an Tabakprodukten, denen ein Konsument im Laufe seines Lebens ausgesetzt ist. Es hat vor allem für die medizinische Diagnostik Bedeutung und wird mit der Entwicklung der Nikotinsucht in Verbindung gebracht.

Analyse der Folgeerkrankungen

Das Packungsjahr verwenden Lungenärzte hauptsächlich, um die Spätfolgen wie Lungenkrebs oder Bronchialkarzinome zu analysieren. Bei der Ermittlung des Packungsjahres wird die Anzahl der täglich gerauchten Zigarettenpackungen mit der Anzahl der Raucherjahre multipliziert. Ein Raucher, der jeden Tag zwei Packungen konsumiert und das fünf Jahre lang, kommt damit auch insgesamt zehn Packungsjahre. In vielen klinischen Studien werden für die Analyse des Konsums jedoch nicht nur die Packungsjahre herangezogen, sondern die Patienten werden in Kategorien von Nichtrauchern, ehemalige Raucher und Raucher eingeteilt.

Die Nikotinsucht

Nikotin ist ein Alkaloid, das in der Tabakpflanze vorkommt. Nikotin ist durch seine molekulare Struktur in der Lage, die sogenannte Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und in wenigen Sekunden seine Wirkung zu entfalten. Die Abhängigkeit von Nikotin manifestiert sich ebenfalls durch das Auftreten diverser Entzugserscheinungen, wenn das Rauchen plötzlich aufgegeben wird. Diese Erscheinungen sind jedoch nicht so stark, wie bei Drogen oder Alkohol. Verantwortlich für das Suchtverhalten sind auch psychische Reize, die mit dem Rauchen in Verbindung stehen.

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